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Audio Experiment #21

Robin Lambrecht (Videokunst) 
Matthias Garff (Bildende Kunst)
Olav Amende (Literatur)
Verónica Mayo (Videokunst)
Gwen Kyrg (Stimme)
Malte Sieberns (Piano)
Jan Frisch (Gitarre)

Wer seid ihr? Was macht ihr? Wo liegen eure Schwerpunkte?

Audio Experiment ist eine interdisziplinäre Künstlergruppe um Gwen Kyrg (Musik) und Verónica Mayo (Medienkunst), das in verschiedenen Konstellationen aus Musiker_innen und Künstler_innen der Bildenden Kunst, Medienkunst, Theater, und der Literatur zusammenspielt. Unsere Projekte sind Experimente, in denen wir Veranstaltungsformate ausprobieren und immersive Strukturen erforschen. Wir schaffen raumgreifende Konzepte für kollektive Improvisationen. Audio Experiment ist sozusagen interdisziplinärer Jazz.

Was versteht ihr unter einem Möglichkeitsraum?

Das ist ein Raum, den wir in seiner Beschaffenheit (z.B. Form, Nutzung) neu interpretieren, mit  der (erwarteten) Wirkung ergebnisoffen spielen und unsere gesamte Darbietung hinterfragen und manipulieren können. Es ist ein Raum, den wir gemeinsam mit dem Publikum gestalten.


Audio Experiment findet am 2.September in der 21. Auflage statt - Worin liegt das besondere dieser Reihe?

Jede Auflage ist ein Experiment mit einer eigenen, spezifischen Versuchsanordnung: 1) musikalische Besetzung, 2) Raumkonzept, 3) Improvisationskonzept, 4) Gestaltung der Publikumsperspektive. In unserem Labor achten wir streng auf die Einhaltung des aktiven Austausches, auf ästhetische Verständigung und eine stets horizontale Komposition der Künste - je nach Fokus. Die Reihe hat sich seit den Anfängen 2011 sehr entwickelt. Erst war alles immer komplett offen, ein einziger Punk.


Ihr habt bei eurer Arbeit sehr verschiedene Herangehensweisen - was plant ihr für den Grundriss?

Wir kreieren ein Konzert (?), eine Installation (?), ein expanded cinema (?), eine Performance (?) - jedenfalls ein raumspezifisches Konzept für genau diesen Veranstaltungsort in seiner Beschaffenheit und Vorprägung. Inhaltlich geht es um den Themenkomplex "Leipziger Dystopie", "primitives of the futures" und die Verknappung des Lebensraumes auf der Erde.
Wir, das "survivor squad" von 3 Musikern und 2 Videokünstlern, haben mehrere Leipziger Akteure zur kreativen Mitarbeit eingeladen. Es wird eine lebhafte Installation und das Publikum sucht sich seinen eigenen Lebensraum.

Die Reihe findet mal in kleinen, mal in großen Räumen statt - Wie wichtig ist der Raum für eure Experimente?

Raum ist für uns Material, mit dem wir individuell arbeiten. Insofern ist er entscheidend für das, was wir schaffen. Da wir den Raum als Vorlage nutzen, ist die jeweilige Größe und Beschaffenheit für uns grundsätzlich interessant. Es kam auch umgekehrt vor, dass wir für eine Veranstaltung in einer bestimmten Besetzung einen Raum mit einer bestimmten Atmosphäre oder Größe gesucht haben. In der Forschungseinheit #17-20 haben wir gezielt darauf geachtet, dass die vier Räume sich besonders unterscheiden.

Vielen Dank!

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