ROOMSTUDIES

FREIRAUM FESTIVAL 2017 (FRF17)
8. und 9. September 


Forschungsfrage:

Wie werden Möglichkeitsräume im Leipziger Osten durch soziale Interaktionen manifestiert?



Ein ›Möglichkeitsraum‹ ist für mich ein topografischer Raum, der Möglichkeiten zulässt, über ihn in verschiedene Richtungen nachzudenken. Ein Aspekt, der mich dabei interessiert, ist das Unabgeschlossene (Unfertige).


Noch bevor das FRF im September 2017 offiziell eröffnet wurde, versuchten wir uns dem Terminus "Möglichkeitsraum" auf verschiedene Weisen anzunähern. Dabei entstanden ein zweisprachiges Konzept, mehrere Interviews mit Akteur_innen aus Wissenschaft und Kunst, sowie ein halbtägiger Prolog, der sogenannte Grundriss.

Viele Initiativen und Akteur_innen des Leipziger Ostens verstehen sich als Teil eines aktiven Netzwerkes und gestalten die Ausprägung der Stadtteile aktiv mit, wofür die soziale, interkulturelle Interaktion grundlegend ist. Diese wichtige Arbeit im Kleinen und Großen, findet in zugehörigen Veranstaltungen Ihren Ausdruck die zumeist in den eigenen Räumlichkeiten oder dem öffentlichen Raum verortet sind.

Mit dem Begriff Möglichkeitsraum wollten wir einen Versuch wagen: Was, wenn Räume nicht auf ihre typische Art genutzt werden, sondern auf eine andere Weise? Wie beeinflusst dies unsere Wahrnehmung von Stadt bzw. Raum? Welchen Effekt können die einhergehenden Tranformationen haben?

Um diesen Fragen zu begegnen, ging Roomstudies als erstes dazu über, den Aufbau des Festivals zu überdenken, woraufhin sich drei wesentliche Säulen herauskristallisierten.

1. eine wissenschaftliche Vortragreihe als Argumentationsgrundlage eines Für- und Widerstreits von Stadtentwicklung
>> Professionalisierung

2. eine audiovisuelle Konzertreihe als Möglichkeit der exemplarischen Tranformation eines vorgeprägten Raumes

>> Sensibilisierung

3.eigenverantwortliche und themenorientierte Veranstaltungen durch Initiativen des Leipziger Ostens und darüber hinaus

>> Integrierung

Wichtig war Roomstudies den Gesamtprozess offenzulegen, möglichst transparent zu sein, und anderen eine tatsächliche Teilhabe, sofern gewollt, zu ermöglichen. Neben mehreren Vernetzungstreffen, einem Büro als zentralen Anlaufspunkt für Fragen oder Anmerkungen, wurde das diverse Festivalprogramm durch eine offene Ausschreibung (Open Call) bestimmt, dass Künstler_innen, Wissenschaftler_innen und Musiker_innen eine (Re-)Präsentationsgrundlage bot.

Am Ende stand ein vielfältiges Programm aus Konzerten, Vorträgen, Workshops, Rundgängen, Lesungen, Diskussionen, Schnitzeljagden, Ausstellungen, Screenings uvvm., das, mal mehr mal weniger, den Grundideen des Konzeptes folgte, mindestens aber neue Sichtweisen provozierte, die nicht zuletzt in den Konzerten in der Heilig-Kreuz-Kirche ihren Ausdruck fanden.


Mehr Informationen zum FRF finden Sie auf www.freiraumleizig.de od. www.facebook.com/freiraumLE!

Das komplette Programm gibt es hier nachzulesen.

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